Ein Bett mit Aussicht

MAI, B., KALBANTNER-WERNICKE K., WERNICKE T.
KIENER, MÜNCHEN 2013

Auch die letzten Tage des Lebens sollten Leben beinhalten und nicht ein Dahinvegetieren sein. Leben heißt, sich selbst zu spüren, Zuwendung und Geborgenheit durch soziale Kontakte und auch durch ein ansprechendes Umfeld zu erfahren und Möglichkeiten zur Selbstbeschäftigung zu haben.

Bei Immobilität und Beeinträchtigungen der Sinne wird die Welt sehr klein und sinnliche Erfahrungen werden seltener. Langeweile kehrt ein und positiv erlebte Alltagssituationen werden weniger. Sich mit dieser Situation auseinanderzusetzen, dazu fordert dieses Buch auf. Es dokumentiert das Erleben der Immobilität aus der Sicht aller Beteiligten und macht deutlich, dass nicht nur der Betroffene selbst seine Probleme damit hat, sondern auch Angehörige, Pflegekräfte, Mitarbeiter der sozialen Betreuung und ehrenamtliche Mitarbeiter.

Das Buch vermittelt kreative Ideen, nachvollziehbare und vor allem umsetzbare Wege, den Tagen immobiler Menschen mehr Leben zu geben. Davon profitieren alle Beteiligten und das regt wiederum an zur Kreativität und Weiterentwicklung. Nichts muss bleiben, wie es ist, und man sollte bedenken, dass jeder irgendwann selbst Betroffener ist. Wir sind die Pflegebedürftigen von morgen! Was wir heute vorleben und tun, kommt uns morgen zugute.